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MPU habe ich hinter mir
fvario03 Offline
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Beiträge: 38
Registriert seit: 09.11.2013
Beitrag #1
MPU habe ich hinter mir
Für User Sandra K. eingefügt
Hi zusammen
Heute bekam ich mein Gutachten und möchte euch dazu informieren wie die MPU abgelaufen ist.
Termin war um 8 Uhr und endete gegen 13,30 Uhr.
Der Leistungstest war relativ einfach wenn man schon mal eine Spielkonsole in der Hand hatte bzw. vor einen Computer keine Angst hat.
Auf einem Bildschirm werden Farbliche Punkte angezeigt, zu denen man gleichfarbige Knöpfe antippen soll. Gleichzeitig hört man über einen Kopfhörer einen hohen oder tiefen Ton, bei dem man Fußpedale z.b. hoher Ton, linkes Pedal , tiefer Ton rechtes Pedal drücken soll. Das beginnt langsam und wird dann schneller. Bei der schnelleren Variante hat man wenig Chance. Das dachte ich mir schon während des Tests.

Das heißt ich habe sobald ich nicht nachkam sofort aufgehört mit den Impulsen, kurz inne gehalten und mich auf den kommenden Impuls konzentriert.

Das war auch ausreichend. Denke dass dieser Test so ausgelegt ist das fast niemand es komplett zu 100% schafft.
Zur Medizinischen Untersuchung kann man selber wenig machen außer eben gesund zu sein und nicht besoffen anzutanzen da hier Blut abgenommen wird.


Das eigentliche Gespräch dauerte etwa 75 min.
Die Dame (GA) war eigentlich recht freundlich.
Ich plapperte also los.
Eigentlich lief alles recht gut. Ich war recht gut vorbereitet, redete offen, beschönigte nichts und zeigte mich auch nicht übertrieben reumütig sondern setzte auf verstärktes zeigen, mich befasst zu haben mit dem Problem Alkohol. etc.
Stark eingeschossen habe ich mich auf die Trinkmotive. Ließ also die Hosen runter und redete.
Klappte auch recht gut, so dass die Dame nach einiger Zeit meinte, es reiche schon und sie meinte „alles recht verständlich und mit einem „sehr gut“ zur nächsten Frage überging.
Kurze Zwischenfragen zu TE, Abbau etc. konnte ich schnell beantworten.
Am Ende des Gespräches wurde ich gefragt wo ich mich vorbereitet hätte.
Ich antwortete mit Internet was sie auch ein „sehr gut“ murmeln ließ.
Daraufhin wurde ich gebeten im Wartezimmer zu warten, bis Sie Ihr getipptes noch mal durchgelesen habe und dann zum Abschlussgespräch aufgerufen werden sollte.
Ich war recht guter Hoffnung.

Abschlussgespräch.:
Im Eingang des nun kommenden Gespräches, meinte die Dame das so weit alles klar wäre, ich die Problematik verstanden habe und mich dazu auch gut vorbereitet hätte.
Sie fand im Gespräch keine Widersprüche und Sie erkenne auch meine Trink-veränderung mit dazu gehörendem verbessertem Lebensumfeld.

Eine Frage habe sie aber noch. (oje, dachte ich, zu früh gefreut dummer Bub).
Zu meinen Trinkkalender……. den ich dabei hatte.

Hier war acht Mal in den letzten 13 Monaten eingetragen mit unterschiedlichsten Intervallen
1-2 TE getrunken zu haben. Soweit alles klar.

Ich wurde nun gefragt warum ich hier das künftige Trinken plane und nicht ganz aufhöre.

Ich antwortete, weil ich zu ganz besonderen Anlässen (siehe TK ,März, Hochzeit meines Sohnes ) hier ein oder zwei TE, mit meinem heutigen Verständnis zu Alkohol, ich es als Genussmittel verstehe, und z.b. in meiner Familie ganz bewusst genießend darauf nicht verzichten möchte. und wiederholte, da ich mir nun bewusst bin, dass auch kleinste mengen Alkohol schon zu Beeinträchtigungen führen können, ich mit planen eher die An- und Abfahrt usw. meine.

Damit habe ich mich wohl abgeschossen.

Nach ein paar Augenblicken meinte die GA in etwa…….
Wenn man Trinken plant ( 2 TE) oder nicht aufhören will, ist es nahe an der grenze zu bewussten Missbrauch.
Bevor ich darauf antworten konnte, meinte sie … nun gut.
Sie könne das Gespräch weder Positiv oder Negativ bewerten. Die MPU bräuchte ich zwar nicht wiederholen, dennoch werde Sie Empfehlen …………..

Was nun auch im Gutachten steht.:

Blablabla …….unsere Gutachter kommen aufgrund der bereits von Ihnen eingeleiteten günstigen Entwicklung zu dem Ergebnis, dass Ihre Fahreignung durch die erfolgreiche Teilnahme an einer speziellen, gesetzlich anerkanntem Training für Kraftfahrer wieder hergestellt werden kann.
Blablabla …. Kurs nach § 70 Fahrerlaubnisverordnung.


Nebenbei bemerkt, hatte ich große Sorge, da ich seit 30 Jahren in der Gastro tätig bin und von Kollegen gehört habe, Gastro? Haste eh verloren, hier wird vorausgesetzt dass eh gesoffen wird.
Fakt ist…….
Nicht eine einzige Frage hörte ich zu meinen Beruf oder Gastronomie.
Eigentlich kann ich zufrieden sein.
Denn am besagten Tag waren drei weitere Kandidaten anwesend die vor mir dran waren zum Gespräch die mit Negativ endeten.
Möchte keine Angst schüren und betone ausdrücklich.
Bei den zwischenzeitlichen Ziggi-Pausen und Gesprächen mit den Kollegen, fiel mir sofort auf, dass die Leute absolut null an Vorbereitung hatten.
Das sind vermutlich auch die Leute die dann das Gerücht verbreiten, beim erstem male fiele man eh durch.

Die MPU ist eigentlich gar nicht so, dass man sich zum GA hier einen Gegner vorstellen kann oder soll.
Dem ist es wahrscheinlich egal was passiert ist. Der GA macht nur seine Arbeit.
Es liegt ausschließlich an uns, sich mit unserer Sache zu beschäftigen, um glaubhaft vermitteln zu können, dass man „seinen“ Fehler erkannt hat und selber dafür Sorge trägt künftig verantwortungsvoll im Straßenverkehr sich zu Alkohol etc. zu verhalten.

Der GA ist eigentlich ein Psychologe? Der sicher geschult ist, bald schnell zu unterscheiden ob Antworten einstudiert sind, oder im verlauf des Gespräches tats. erkennbar ist, sein gegenüber tatsächlich da was erkannt hat.
Der GA kann nichts dafür, der Übeltäter sind wir.
An uns liegt es sich mit unserer Thematik zu befassen.

Ich möchte mich ganz herzlich bedanken für eure Hilfe.
Ohne dieses Forum hätte ich keine Chance gehabt.

Mein ganz besonderer dank gilt Max, der sich mit mir mehr als große Mühe machte.

Zusätzliches.:
Hallo zusammen

Heute war ich mit meinem Gutachten bei der FSST wegen dem empfohlenen Kurs vom GA § 70 FeV (Kursmodell für Alkoholgefährdete Kraftfahrer).Zuerst las der Beamte das Gutachten ausführlich durch und meinte hier nichts Besonderes zu finden, somit hier zum Kurs zugestimmt werden kann und bekam das auch gleich Schriftlich mit.
Dazu gab es einige Broschüren wo diese Kurse stattfinden könnten.
Es wurde mir geraten Pünktlich, nicht angetrunken zu erscheinen und am Kurs sich rege zu beteiligen.
Durchfallen könne man in der Regel nicht.
Habe mich dazu bei Tüv-Süd- Regensburg auch gleich informiert und angemeldet.
Der Kurs ist auf vier Termine ausgelegt mit jeweils 4 Std. (17 - 21 Uhr )
Eine Prüfung oder ähnliches gibt es nicht und die Kursbescheinigung erhält man dann nach dem letzten Termin. Kosten 480 €uronen.
Mit dieser Bescheinigung könne ich dann gleich zur FSST gehen und es gegen meinen FS eintauschen.

Man oh mann, langsam geht es in Zielrichtung.


Gruß
Sandra

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Tel.: 0 52 31 - 30 11 445
(Rolf Herbrechtsmeier)
24.11.2013 13:09
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