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Dies ist eine Diskussion über Was eigentlich ist kontrolliertes Trinken? im Forum Forum MPU Idiotentest : Wissenswertes zur MPU Vorbereitung
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Alt 07.10.2010, 13:14   #1
max
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Idee Was eigentlich ist kontrolliertes Trinken?

- (Neu überarbeitet, Stand: Oktober 2010)

Um die Alkohol-MPU zu bestehen gibt es nur zwei Wege: völlige Abstinenz oder kontrolliertes Trinken. Weil die Angabe, man sei abstinent, neuerdings einen 6-12 monatigen Nachweis (fast) zwingend verlangt und deshalb für die meisten unattraktiv sein dürfte, ist das sogenannte kontrollierte Trinken (mindestens 6 Monate "Bewährung") die beliebtere Wahl, es sei denn, Abstinenz wird aus entsprechenden Grund zwingend vorgeschrieben.

Eine gar nicht so seltene Falle verbirgt sich aber im Verständnis des sogenannten kontrollierten Trinkens.

Was also ist eigentlich kontrolliertes Trinken (KT)?

Weil es eine bekannte Tatsache ist, dass Alkohol enthemmt, gilt bei jedem Alkohol-MPUler das Trinken von Alkohol als Gefahr, weil er unter Alkoholeinfluss seine guten Vorsätze fallen lassen könnte. Kontrolliertes Trinken im Sinne der MPU läuft also darauf hinaus, sich ständig so weit selbst zu kontrollieren, dass man gar nicht so weit kommt, dass überhaupt eine nennenswerte Alkoholwirkung entsteht. Auch dann nicht, wenn das Auto außer Reichweite ist, denn Ihr könntet ja plötzlich unter Alkoholeinfluss den abstrusesten Ideen verfallen, die dann in der Folge doch zum Fahren unter Alkohol führen...

Es ist zu unterscheiden zwischen:

a) "kontrollierten Trinken"

Bei KT geht es darum, seinen Umgang mit Alkohol jederzeit im Griff zu haben. KT geht nur, wenn keine Abstinenzbedürftigkeit vorliegt.

...und...

b) "unterdrückten Trinken"

Ich trink nur ein oder zwei XXX und dann hör ich auf! Da stellt sich die Frage nach dem warum? Wahrscheinlich, weil der Trinker sich sonst nicht bremsen kann und keine Grenze findet. Ein solcher Personenkreis ist in der Regel Abstinenzbedürftig.

KT sieht also folgendermaßen aus:

Zu gegebenen Anlass wird aus Gründen der Genüßlichkeit Alkohol konsumiert, dies in einem Maße das dem Konsumenten jederzeit die volle Kontrolle über seine Handlungen ermöglicht.
Es muss im Voraus geplant sein, wo, was und wieviel (eigens gesetztes Limit) in welcher Zeit getrunken wird.
Im "Voraus planen" heißt zweierlei: 1. Anlaß, zu dem jemand trinken mag und 2. wieviel. Der Zeitraum des Voraus ist eigentlich soweit unerheblich, soweit ihr euch vom spontanen Genuss fern haltet. Damit ist Voraus sowohl ein Tag als auch 6 Monate. Da die Trinkanlässe sowohl in der Frequenz als auch der jeweiligen Trinkmenge natürlicherweise differieren, legt ihr ein "Gesamtkunstwerk" hin, dies besteht aus: Frequenz, Trinkmenge je Anlass und Gesamttrinkmenge im Zeitraum. Schaut euch die jeweiligen Grenzen an und ihr könnt anschließend den jeweiligen Anlass beurteilen.

Bsp.: Ihr trinkt zum Geburtstag von euch, eurem Nachbarn und eurem Dorfpfarrer jeweils ein Glas Steinhäger. Ihr wollt nicht an 2 aufeinander folgenden Tagen trinken - dummerweise sind die 3 Geburtstage an 3 aufeinander folgenden Tagen - was tut ihr? Bei längerer Planung im Voraus geht das, denn weitere Geburtstage sind nicht in Sicht und ihr könnt auf weniger wichtige Anlässe verzichten.

Als "Sicherheitsfaktor" sollten jährlich nicht mehr als 12 Trinkanlässe geregelt sein. So mancher GA wird durchaus auch mehrere Anlässe aktzeptieren, sofern sie noch als kontrolliertes Trinken einzuordnen sind.

Grundsätzlich ist KT ein selbstverantwortlicher, durch zuverlässige Regeleinhaltung reduzierter Umgang mit selbst aufgestellten Regeln. Was zählt ist Eigenverantwortung, Selbstkontrolle, Selbstbeobachtung und Selbstdisziplin.

KT ist ein Verhalten, das mindestens 6 Monate praktiziert sein muss, um für die MPU in Frage zu kommen. Ein Erstellen von Trinkprotokollen/Trinkkalender ist hilfreich zur Eigenkontrolle und auch zur Vorlage bei eurem Gutachter geeignet. Das muss nicht unbedingt eine Doktorarbeit sein, ein Zeitungskalender mit Angabe von Trinkmenge und Grund ist ausreichend. Ein solcher Kalender ist leicht zu kopieren und erfreut den Gutachter mit seiner knapp bemessenen Zeit. Wenn Ihr mit den Trinkgründen ein Gedächtnisproblem habt, weil jede Woche drei oder vier anstehen, dann nennt man dieses nicht mehr KT sondern Saufen.

Wichtig: Unregelmäßige Abstände in der Praxis, also keine Regelmäßigkeit erkennen lassen (zBsp. Jeden ersten Samstag im Monat).

Beispiel: Weihnachtsfeier

Vor dem Essen gibt’s ein Bier 0,2l, während des Essen ein Glas Wein 0,1l und weil es so reichhaltig war gibt es hinterher zur Verdauung noch einen Kräuterschnaps 0,02l. Dazwischen gibt es Wasser oder Saft/Limo/Cola. Das ganze über einen Zeitraum von drei bis vier (oder mehr) Stunden verteilt. Dieser Anlass war vorher geplant und ihr wusstet somit im Vorfeld was ihr trinken werdet.

Für einen Menschen, der noch nie gewohnheitsmäßigen Alkoholmissbrauch getrieben hat, ist kontrolliertes Trinken nicht schwierig. Von seinem Körper wird Alkohol nur bis etwa 0,7 ‰ BAK als Genussmittel akzeptiert. So lange dies der Fall ist, spielt die Wirkung des Alkohols bei ihm keine so große Rolle, so dass sie seine Entscheidung darüber, ob er noch fahren will oder nicht, entscheidend beeinträchtigt.
Bei höheren Promillewerten erlebt sein Körper den Alkohol als Gift. Diese Giftwirkung wird als immer stärker wachsendes Unbehagen wahrgenommen, so dass er zu trinken aufhört.

Er trinkt nur dann trotzdem weiter, wenn besondere starke andere Gefühlsregungen (z.B. entscheidende positive oder negative Erlebnisse) diese körperliche Unbehagen überdecken. In solchen Ausnahmesituationen ist er auch der Drogenwirkung des Alkohols ausgeliefert und neigt dazu, sich ganz anders zu verhalten (z.B. Blödsinn reden) als im nüchternen Zustand.

Falls er aber dadurch auf die "Schnappsidee" kommt, noch ins Auto steigen zu wollen, sind die körperlichen Beeinträchtigungen so stark, dass sie für ihn und seine Umgebung unübersehbar sind.
Er ist nicht in der Lage, sich und anderen vorzumachen, er sei noch fahrtüchtig. Hoch trainierte Alkoholiker bilden sich das oft noch bei über 1,6 ‰ BAK ein und machen auch auf andere Menschen diesen Eindruck. Bei einer solchen Promillemenge ist der s.g. Normaltrinker kaum mehr fähig bis zur seinem Auto zu kommen und es in Bewegung zu setzen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Normaltrinker den Alkoholkonsum durch seine körperlichen Reaktionen auf die Giftwirkung des Alkohols "automatisch" kontrolliert und dafür seinen "Kopf" gar nicht besonders anzustrengen braucht.

Ganz anders ist es beim hochtrainierten Trinker. Die körperlichen Kontrollen des Normaltrinkers sind bei ihm ausgeschaltet. Kontrollversuche mit dem "Kopf" funktionieren aber durch die Drogenwirkung des Alkohols auch nicht mehr (z.B. Selbstüberschätzung, Scheiß-Egal-Gefühl).

Wer sich einmal auf die 1,6‰ BAK oder noch weiter hochtrainiert hat, bei dem ist die Fähigkeit des Körpers auf solche Alkoholmengen wie auf schweres Gift zu reagieren, meist für immer (lebenslang!) zerstört. Er wird zwar nach längerer Abstinenz schon nach 2 Glas Bier eine deutliche Alkoholwirkung verspüren, aber in kurzer Zeit wird er wieder die gleiche Alkoholverträglichkeit wie eh und je besitzen.

Deshalb muss sich jeder hochtrainierte Trinker im Klaren sein, dass er nie wieder in seinem Leben so "naiv" trinken darf wie ein "normaler" Mensch.
Er muss sich einen ganz auf sein früheres persönliches Alkoholproblem zugeschnittenen Trink-Kontrollplan erstellen und dafür sorgen, dass er diesen nicht irgendwann als "zu lästig" wieder ablegt. Da jeder Plan genau an die individuelle Situation des Betreffenden angepasst werden muss, lässt sich hier wenig Allgemeingültiges darüber sagen.

Die Fähigkeit des Menschen, für sich selbst die richtige Entscheidung zu treffen, ist bei jedem dadurch beeinträchtigt, dass starke Wünsche und Bedürfnisse den Blick auf die Wirklichkeit trüben.
Der Wunsch "wie die anderen zu sein", die das Genussmittel Alkohol ohne große Sorge dazu einsetzen können ihre Lebensqualität zu bereichern, ist ebenso verständlich, wie der Wunsch eines Diabetikers wieder nach Lust und Laune alles essen zu können. Der Diabetiker hat es aber einfacher den Verzicht zu akzeptieren. Seine körperliche Krankheit setzt ihm Grenzen und nicht "nur" das Nachdenken über die in der individuellen Persönlichkeit verankerten Hintergründe der Gefahr, Alkohol als Droge zu missbrauchen. Deshalb brauchen Diabetiker in der Regel keine psychologische Unterstützung, Menschen mit Alkoholproblemen sehr häufig.

Abschließend noch ein wichtiger Hinweis!

Bei der Alkohol-MPU werdet ihr unweigerlich so behandelt, dass ihr eben so und nicht anders "funktioniert". Versucht gar nicht erst, darüber eine Diskussion zu beginnen, dass es bei euch aus diesen oder jenen Gründen alles anders gewesen sei und ihr noch nie das geringste Problem mit Alkohol gehabt hättet; ihr habt schon immer alles im Griff gehabt usw.
Macht euch bewusst, dass der Gutachter das nicht hören will, es euch auch nicht glauben wird und dass ihr viel zu wenig Zeit habt, um eine nutzlose Diskussion zu führen.
Es ist emotional verständlich, dass ihr euch rechtfertigen wollt - aber ihr sägt damit an eurem eigenen Ast eures Gutachtens. Wenn ihr nicht nach den vorgegebenen Kriterien Einsicht zeigt und das Problem nicht sauber präsentieren könnt, seid ihr durchgefallen – egal wie vorbildlich eure Leberwerte auch immer sein mögen!




Rolf Herbrechtsmeier





www.die-mpu.de

Geändert von max (04.04.2011 um 21:04 Uhr) Grund: Überarbeitet
 
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Alt 13.10.2010, 22:51   #2
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Hallo Max!

Zitat:
Diese Eintragungen sind stets im Voraus (6 Monate) zu tätigen.
Habe ich das richtig verstanden, dass man 6 Monate vorher festlegen muss, was man bei einer Party trinken will??? Ist das nicht völlig unrealistisch? Viele Einladungen sind doch gar nicht so weit im Voraus bekannt!

Gruß,
Finaliese
finaliese ist offline  
Alt 13.10.2010, 23:28   #3
max
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Zitat:
Zitat von finaliese Beitrag anzeigen
Hallo Max!



Habe ich das richtig verstanden, dass man 6 Monate vorher festlegen muss, was man bei einer Party trinken will??? Ist das nicht völlig unrealistisch? Viele Einladungen sind doch gar nicht so weit im Voraus bekannt!

Gruß,
Finaliese
Da magst du recht haben, nur wäre das kein kontrolliertes Trinken sondern spontanes Trinken.
Kontrolliertes Trinken bezieht sich ausschließlich auf aktzeptierte Trinkanlässe (Geburtstage, Hochzeiten, Sylvester usw.), Partys "aus der Reihe"...gehören nicht zum KT.
Die Regel besagt ca. 12 Trinkanlässe im Jahr zu maximal 3 TE.
 
Alt 13.10.2010, 23:34   #4
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Hallo Max!

Danke für die schnelle Antwort!
Das ist ja echt übel! Wer denkt sich denn sowas aus? Kann ich da noch irgendwo drüber weiterlesen?

Gruß, finaliese
finaliese ist offline  
Alt 13.10.2010, 23:50   #5
max
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-
Zitat:
Zitat von finaliese Beitrag anzeigen
Hallo Max!

Danke für die schnelle Antwort!
Das ist ja echt übel! Wer denkt sich denn sowas aus? Kann ich da noch irgendwo drüber weiterlesen?

Gruß, finaliese
Eine Regelung ist in den Begutachtungsleitlinien nicht vorgeschrieben. Die hier erwähnte Empfehlung ist aus Meinungen verschiedener Foren entstanden, praktisch das aktzeptabelste Trinkverhalten dem GA gegenüber.
Sicher wird es GA geben die das etwas unbegrenzter sehen...wir im Forum aber empfehlen den "sicheren Weg".

www.kontrolliertes-trinken.de



Rolf Herbrechtsmeier





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Geändert von max (04.04.2011 um 21:05 Uhr)
 
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finaliese (16.10.2010)
Alt 16.10.2010, 22:08   #6
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Hallo Max!

Vielen Dank für Deinen Link zum Kontrollierten Trinken! Ich hab dann tatsächlich mal weitergelesen und dann noch eine Email geschrieben und eine Antwort bekommen, die ich unten anhänge. Jetzt musst Du entscheiden, ob es sich mit den sechs Monaten, wie ich vermute, um ein Missverständnis gehandelt hat, oder ob Ihr weiterhin den "sicheren Weg" empfehlen wollt. Meine Sorge war dabei nur, dass ein Gutachter meinen könnte, die betreffende Person hätte das Prinzip nicht verstanden. Dass es nämlich nicht um Schikane geht, sondern darum, bewusster und überlegter mit Alkohol umzugehen.

Ich hoffe sehr, mein Beitrag ist hilfreich!


"Sehr geehrte Frau

das "10-Schritte-Programm zum selbstständigen Erlernen des kontrollierten Trinkens" und auch die anderen Teilnehmer-Unterlagen arbeiten mit dem sogenannten Trinktagebuch. Dort kann für eine Woche im Voraus eingeplant werden, wie der Konsum aussehen soll, um dann am Ende der Woche einen Vergleich mit dem tatsächlichen Konsum zu ziehen. In den Manualen sind solche Konsumpläne für mehrere Monate als Arbeitsunterlagen vorhanden. Sechs Monate im Voraus braucht natürlich niemand zu planen.

Herzliche Grüße aus Heidelberg,

Andrea Commer

GK Quest Akademie GmbH
Maaßstr. 28
69123 Heidelberg
Tel: 06221 - 7 39 20 32
Fax: 06221 - 7 39 20 39
Mail: commer@gk-quest.de

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von:
Gesendet: Donnerstag, 14. Oktober 2010 11:01
An: info
Betreff: planen im voraus

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich habe eine Frage zum Kontrollierten Trinken. Man sagte mir,
betroffene Personen sollten sechs Monate im Voraus festlegen, wann sie
wieviel trinken wollen. Ist das richtig? Im Voraus verstehe ich ja, aber
sechs Monate?!

Vielen Dank für Ihre Antwort!

MfG"
__________________
Gruß,
finaliese
finaliese ist offline  
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alina (17.10.2010)
Alt 23.10.2010, 14:40   #7
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- So, wir sind auf alle Fälle eine Erfahrung reicher. Das KT war früher tatsächlich, für einige Zeit, für 6 Monate zu planen. Inzwischen aber längst überholt und eine Vorausplanung nicht mehr definiert.

Hier die Zitate aus meinen Mails:

Frage:
Trinkanlässe sind im Voraus zu planen.
Wie weit im Voraus sind diese aber jetzt zu planen (1 Monat? 6 Monate?)?

Antwort GA:
KT ist vor allem selbstverantwortlicher, durch zuverlässige Regeleinhaltung reduzierter Umgang mit selbst aufgestellten Regeln.

Was zählt ist Eigenverantwortung, Selbstkontrolle, Selbstbeobachtung und Selbstdisziplin.

Antwort VP:
Im "Voraus planen" heißt zweierlei: 1. Anlaß, zu dem du trinken magst und 2. wieviel. Der Zeitraum des voraus ist eigentlich soweit unerheblich, soweit du dich vom spontanen Genuss fern hältst. Damit ist voraus sowohl ein Tag als auch 6 Monate. Da die Trinkanlässe sowohl in der Frequenz als auch der jeweiligen Trinkmenge natürlicherweise differieren, legst du eh ein Gesamtkunstwerk hin, dies besteht aus: Frequenz, Trinkmenge je Anlass und Gesamttrinkmenge im Zeitraum. Schaust dir die jeweiligen Grenzen an und kannst anschließend den jeweiligen Anlass beurteilen.

Bsp.: Du trinkst zum Geburtstag von dir, deinem Nachbarn und deinem Dorfpfarrer jeweils ein Glas Steinhauser. Du willst nicht an 2 aufeinander folgenden Tagen trinken - dummerweise sind die 3 Geburtstage an 3 aufeinander folgenden Tagen - was tust du? Ich meine bei Planung im Voraus geht das, denn weitere Geburtstage sind nicht in Sicht und du kannst auf weniger wichtige Anlässe verzichten.
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Frage 2:
Laut Ausführungen von PROF.DR. JOACHIM KÖRKEL (Kontrolliertes Trinken - ist das möglich?), müsste ich ja mehr trinken als früher, nur eben weniger. Hoffe die Gutachter sehen das auch so.

Antwort GA:
Körkel hat zum Ziel, "Vieltrinker" (30 bis 40 Halbe pro Woche) dazu zu bewegen, ihren Alkkonsum zu halbieren. Das kann er und das ist Klasse. Mit MPU aber hat das nix zu tun, ist auch gar nicht beabsichtigt.

Es gibt einfach einen Unterschied zum (nicht genau definiertem) KT abgeleitet aus der Fahrerlaubnisverordnung und dem Therapieangebot von Körkel. Beides hat in D unglücklicherweise den gleichen Namen, aber nicht wirklich etwas miteinander zu tun.

Antwort VP:
Körkel ist schon ok, aber nicht "mpu-technisch".
Im Endeffekt ist es aber Körkel: Mach wie du das Du willst, mach es aber so, dass Du immer die Kontrolle über Dich behältst.
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Ich werde die Umschreibung von KT demnächst etwas überarbeiten. Die 6-Monats-Voraus-Planung können wir somit getrost vergessen.
Trinkmenge und Trinkanlass bleiben dabei unberührt. Neben einer Grillparty ein festgesetztes Limit zu trinken, wird voraussichtlich keinen GA zu einem negativen Gutachten verleiten.

Die Umschreibung des kontrollierten Trinken, wurde überarbeitet!



Rolf Herbrechtsmeier





www.eu-fahrschule.beepworld.de

Geändert von max (04.04.2011 um 21:05 Uhr)
 
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